Sonntag, 20. Februar 2011

economyths - das Black-Scholes-Modell (BSM) in mildem Licht

Hier werden Fachleute aus der Wissenschaft herzlich zur kritischen Betrachtung und ggf. Kommentierung zu einer Vielzahl von Artikeln in Wikipedia aufgerufen - z. B. zum BSM Diskussionspunkt: "Trotz der berechtigten Kritik...":

Die Anwendung des B-S-Modells auf reale Börsensituationen ist mathematisch unzulässig, weil die Annahmen - konstante Vola und lognormale Verteilung - nicht vorzufinden sind.


Damit ist die Optionsberechnung obsolet wie die Put-Call-Parität, die reversive Berechnung der sog. impliziten Vola. Damit ist auch die extensive Darstellung der sog. griechischen Kennzahlen "redundant" - Pseudo-Mathematik.

Vertreter des Finanzsektors haben es erreicht, dass Bilanzstandards (IAS39 und IFRS9) vom IAS-Board in London in dem Punkt den sog. Fairen Wert (und wie er zu "errechnen" sei) so vage formuliert wurden, dass das BSM trotz umfangreicher Kritik bei der Bestimmung von Bilanzwerten angewandt werden kann. Die Anwendung geht auch weit über die "Berechnung" klassischer Optionen hinaus, etwa wenn Produkte "strukturiert" werden. Nachhaltige Kritik wird abgewehrt. Das gilt für eine Vielzahl von Artikeln von 'Fair Value" bis zu "Terminbörsen".

Grundsätzliche Kritik wird z. B. durch Jean-Philippe Bouchaud vorgebracht. (Head of research of Capital Fund Management und Physik-Professor an der École Polytechnique in France):
  • "Economics needs a scientific revolution..." 
  • "Financial engineers have put too much faith in untested axioms and faulty models... To prevent economic havoc, that needs to change." 
  • “Classical economics has no framework through which to understand ‘wild’ markets.”

Ref.: Jean-Philippe Bouchaud (head of research of Capital Fund Management and a physics professor at École Polytechnique in France:  NATURE|Vol 455|30 October 2008 p. 1181

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